„Plan vom neuen Waldheim"

Thomashof Aktuell

 

im Juni 2011

So spricht der Herr, der allmächtige Gott, der die Erde geschaffen hat, der sie formte und ihr Bestand gab: Rufe zu mir, dann will ich dir antworten und dir gewaltige und unglaubliche Dinge zeigen, von denen du noch nie gehört hast!“ Diesen Text aus Jeremia 33 nimmt Uwe Wedler aus Grundlage für seine Andacht zu Beginn der diesjährigen Mitgliederversammlung, und fordert uns auf, nicht so kleingläubig zu sein

Bericht des Vorstands: Uwe Wedler konnte Delegierte von 20 Mitgliedsgemeinden zur diesjährigen Mitgliederversammlung am 18.Juni 2011 begrüßen.
Zu Beginn seines Berichtes erläutert er, wie sich die Aufgabenverteilung im Vorstand verändert hat. So bleibt Renate Henrich weiterhin Schriftführerin, Uli Foth ist nach wie vor unser Rechner. Martin Kreiter ist nun schon seit einem Jahr der 2.Vorsitzender und Uwe hat die Nachfolge von Bernhard Warkentin als 1.Vorsitzender angetreten.
Nun möchtet ihr aber bestimmt wissen, wie wir als Thomashof am Ende 2010 dastehen. Im geprüften Jahresabschluss sehen wir, dass wir eine gute Kontinuität präsentieren können. Gegenüber 2009 hat sich das Ergebnis praktisch kaum verändert und wir schließen das Jahr 2010 mit einem Minus von - 32.000 € ab. Die großen Unbekannten sind in der Regel nur noch außerordentliche Erträge oder Aufwendungen und auch Preissteigerungen z.B. bei den Energiekosten. Die Standardpositionen ändern sich dagegen normalerweise nur in einem überschaubaren Rahmen.
Seit der letzten Mitgliederversammlung - die, die da waren, hatten ja das Gerüst am Haus gesehen - versorgen wir uns zu einem noch größeren Teil selbst mit regenerativem Strom. Neben den Dachsen im Keller produziert auch unsere Photovoltaikanlage auf dem Dach jede Menge Strom.
So beschäftigen uns auch immer wieder unsere Gebäude. Nachdem im Waldheim die rückseitigen Räume und der erste Strang nach Süden inzwischen erneuert wurden, stehen immer noch die Zimmer mit den maroden und nicht mehr nutzbaren Balkonen an. Hierzu gab es in der Versammlung einen eigenen Punkt.

Bericht des Tagungsstättenleiters: Im letzten Jahr habe ich Euch berichtet, wie spannend es war, doch noch rechtzeitig unsere Photovoltaikanlage aufs Dach zu bekommen. Ja, es hat alles gut geklappt und wir haben mit dieser Anlage schon gute Erträge einfahren können, die über den kalkulierten Erwartungen liegen. Wir nutzen den erzeugten Strom überwiegend selbst und speisen nur den Überschuss ins Netz ein, denn diese Art der Nutzung ist für uns am wirtschaftlichsten. Wir produzieren aber nicht nur mit der Photovoltaikanlage Strom, wir dürfen unsere Blockheizkraftwerke, unsere sogenannten Dachse, nicht vergessen.
Dies sind alles erfolgreiche, zukunftsweisende Investitionen, die dazu beitragen sollen, den Thomashof auf eine breite und solide Basis zu stellen. Es ist für mich eine Selbstverständlichkeit, dass dieses Bestreben keine einmalige Aktion, keine „Hau-Ruck Aktion“ sein kann, sondern eine grundsätzliche, dauerhafte Haltung sein muss. Wenn ich dann ab und zu `mal gefragt werde, ob ich immer noch nicht genug gebaut hätte, dann kann ich begeistert davon schwärmen, was da noch alles für Pläne in meiner Schreibtisch-Schublade liegen! Einer dieser Pläne ist die Fertigstellung vom renovierten Waldheim. Wie Ihr wisst, wurde dieses Projekt ja in viele Einzel-Bauabschnitte unterteilt, die sukzessive abgearbeitet wurden. Inzwischen ist fast die komplette Nordseite vom Waldheim, komplett erneuert und im Januar dieses Jahres wurde der erste Strang auf der Südseite renoviert.
Nun hätte ich gerne in diesen überschaubaren Umbau-Schritten auch die komplette Front vom Waldheim zum Stupfericher Weg hin weiter renoviert, aber es hat sich herausgestellt, dass dieser Sanierungsabschnitt finanziell und bautechnisch nur an einem Stück sinnvoll durchgeführt werden kann. Dieses größere Bauvorhaben soll heute aber in einem späteren, separaten Punkt vorgestellt und mit Euch durchgesprochen werden
Bestimmt habt Ihr der Presse entnommen, dass unsere Regierung den Zivildienst abgeschafft hat. Das sind tiefe Einschnitte in den Ablauf der Tagungsstätte die sich auf zweifache Weise auswirken. Zum einen ist natürlich offensichtlich, dass uns wichtige junge Mitarbeiter fehlen, die seit Jahren fest in den Betriebsablauf eingeplant waren. Die andere Auswirkung ist die, dass Anfang dieses Jahres das Diakonische Werk mit der Info an mich herangetreten ist, dass sie vorerst alle bisher gebuchten Zivi-Lehrgänge stornieren müssen. Da waren auf einen Schlag 2.500 Nächte weg! Um dieser Problematik gegen zu steuern werden wir ab Februar vier CD’ler beschäftigen und uns bemühen die fehlenden Betten über andere Veranstalter belegen zu können

Finanzbericht: Uli Foth erklärt noch einmal wie es zu dem guten Ergebnis gekommen ist. Wir haben zum Jahresabschluss ein Gesamtbetriebsergebnis von -32.035 €.
Die positive Entwicklung beim Ertrag der Tagungsstätte hängt vor allem an den Mehreinnahmen bei den Übernachtungen. Diese Mehreinnahmen kommen allerdings von den vielen Tagesgästen und der Preiserhöhung.
Ein großer Teil der Mehrausgaben stammt von höheren Personalkosten, die durch kurzfristig eingestelltes Personal entstanden. Die Stromkosten sind gesunken, da wir unseren selbst produzierten Strom auch selbst verbrauchen.
Der Ertrag bei den Liegenschaften ist durch eine Nachzahlung bei den Nebenkosten gestiegen.
Die Einnahmen des Vereins halten sich im Rahmen der letzten Jahre. Von den berechneten Zinsen der Freundesdarlehen sind 7.565 € wieder als Spende an den Verein zurück geflossen

Umbau Waldheim: Heinz-Martin erklärt anhand von Plänen und Bildern die Vorschläge für den Umbau:
Folgende Punkte waren uns für die Planung wichtig.

  • Vierbettzimmer mit stabilen Klappbetten, in denen auch „Erwachsene“ schlafen können. Matratzen- und Bettrost in Standardgröße 1 x 2m, wie in allen anderen Betten im Thomashof auch!!
  • Eine durchgehende Wand zum Aufstellen der Klappbetten von mindestens 5,15m 
  • Die Vergrößerung der Mehrbettzimmer um die Größe der Balkone, um einen Aufenthalt zu viert in diesen Zimmern zu ermöglichen. 
  • Aufgrund der erhöhten Nachfrage von Veranstaltern von Tagesseminaren, die keine Betten sondern nur einen Tagungsraum brauchen, wird ein zusätzlicher, großer Tagungsraum dringend benötigt.

Ein Architekturbüro hat Pläne mit 3 Ausbau-Varianten mit dazugehörigen Kostenschätzungen erstellt.
Das Planungsbüro von Stefan Niederhöfer setzte in seiner Vorplanung die Ideen so um, dass eine Vergrößerung des kleinen Tagungsraumes 1.3 von 30m² auf 160m² gelungen ist! Der neue Tagungsraum ragt nun, ähnlich wie der E2/3,  in Richtung Stupfericher Weg aus dem Gebäude heraus. 
Die anwesenden Delegierten stimmten einem Umbau des Waldheims zu. Es wurde für die größte der 3 Umbauvorschläge gestimmt. Außerdem werden die Gemeinden zeitnah über das Konzept informiert.

Viele Grüße und Gottes Segen                                                                                wünscht Euer Thomashofteam

Uwe Wedler